Kino in den Zeiten der Katastrophe

29. April 2019
um 10:00

Überwachung, Klimakriege, Rechtsruck: Die Katastrophen kommen. Auch auf Festung Europa ist man nicht mehr lange sicher. Wie kann ein Kino aussehen, das diesen Katastrophen begegnet? Versucht es, sie zu verhindern – oder richtet es sich in ihnen ein? Wie politisch darf, soll, muss Kino sein – und lässt sich das überhaupt „verordnen“? Oder macht sich ein Kino, das zur Waffe der (moralischen) Gegenmobilmachung wird, schon mit der Katastrophe gemein? 

Im Rahmen der zweitägigen Konferenz Kino in den Zeiten der Katastrophe wird die Rolle von Film und Filmemacher_innen in Zeiten struktureller Erschütterung untersucht und das Verhältnis zwischen Kunst und Aktivismus neu vermessen. Mitten aus dem Schlamassel heraus und zwischen Weltuntergangs-Lethargie, Biedermeier, Propaganda und (Anti-)Apokalypse stellen wir uns die Frage: Brauchen wir einen neuen Imperativ? 

Die Konferenz wird veranstaltet von der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin in Kooperation mit dem Filmnetzwerk Berlin und der Universität der Künste und konzipiert von Regisseurin und Autorin Susanne Heinrich („Das melancholische Mädchen“). Diskutiert wird mit Gästen aus Theorie und Praxis, darunter Jasmine Alakari, Nora Al-Badri, Alisa, Michael Baute, Rafael Dernbach, Nanna Heidenreich, Frédéric Jaeger, Tobia König, Alexander Kluge, Josefa Kny, Gertrud Koch, Max Linz, Uwe Lübbermann, Janna Maria Nandzik, Agnesh Pakozdi, Mirjam Schaub, Faraz Shariat, Cornelia Sollfrank, Su Steinmassl, Zeynep Tuna.

Der Eintritt ist frei. Das ausführliche Programm findet ihr hier.


Datum:           Montag, 29. April & Dienstag, 30. April 2019
Uhrzeit:          10 – 18 Uhr
Ort:                  Medienhaus der Universität der Künste, Aula im 1. OG, Grunewaldstr. 2-5, 10823 Berlin